Alle Highlights in zeitlicher Reihenfolge – Gründung, Bauten, Abteilungen, Auf-/Abstiege, Pokalabende, Kickeriki, Karl May Festspiele & mehr.
Gründung & frühe Jahre (1949–1959)
Gründungsversammlung – Gastwirtschaft Heuvens
Auf Initiative von Pastor August Hegenkötter und Schulleiter Gerhard Koenen wird die „Deutsche Jugendkraft Schwarz-Weiß Twisteden“ gegründet. Noch am selben Abend fällt der Beschluss zur Vereinsgründung.
Der Start ist bodenständig und entschlossen: Der Verein will Sport und Dorfgemeinschaft im besten Sinne verbinden – mit viel Ehrenamt und Herzblut.
Erste Generalversammlung & Verbandsaufnahme
Nach der Genehmigung durch die Behörden erfolgt die Aufnahme in Fachverbände und den DJK-Diözesanverband. Damit sind Spielbetrieb, Schiedsrichterwesen und Staffeln offiziell geregelt.
Für die junge DJK ist das ein Grundpfeiler: Ordnung im Spielbetrieb, Rechtssicherheit und ein Netzwerk über die Dorfgrenzen hinaus.
Offizielle Freigabe des Sportbetriebs
Der Landkreis Geldern erteilt die schriftliche Erlaubnis, offiziell Sport zu treiben. Damit wird aus dem Plan gelebte Praxis – Training, Freundschaftsspiele, erste Punktspiele.
Die Urkunde ist ein Meilenstein: Von nun an kann die DJK Teil des organisierten Sports sein und sichtbar wachsen.
Start als reiner Fußballverein
Senioren, Jugend und Schüler gehen in der untersten Kreisklasse an den Ball. Ausrüstung ist knapp, aber der Zusammenhalt groß – vieles wird ausgeliehen oder in Eigenregie organisiert.
Gespielt wird zunächst auf einer gepachteten Wiese in Kleinkevelaer. Nach zwei Jahren ist klar: Es braucht in Twisteden einen eigenen Platz mit ordentlichen Maßen.
Neuer Platz an der Quirinusstraße
Gemeinde und Verein beschließen den Neubau – mit vielen Stunden Eigenleistung: planieren, einsäen, rund 100 Betonpfähle setzen. Zur Saison 1951/52 wird der neue Platz in Twisteden in Betrieb genommen.
Damit endet die Provisoriumszeit. Der Verein hat jetzt eine feste sportliche Heimat im Dorfkern – und Platz für Entwicklung.
Ausbau zum Breitensport (1960er–1970er)
Turnhalle & Gründung der Frauengymnastik
Mit der neuen Turnhalle startet die Frauen-Turngruppe (35-jähriges 2004 belegt das Gründungsjahr 1969). Die Halle öffnet die Tür für Hallensport im Verein und sorgt für neue Zielgruppen.
Mehr Trainingszeiten, bessere Infrastruktur – das ist der Motor, der den Wandel vom reinen Fußball- hin zum Breitensportverein beschleunigt.
Tischtennis & Badminton – Hallensport etabliert sich
Parallel zur Hallennutzung kommen Tischtennis und Badminton dazu. Beide Angebote erschließen den Winter und sprechen neue Altersgruppen an.
So wächst die DJK Schritt für Schritt – nicht nur in der Breite, sondern auch in der Bindung der Mitglieder an den Verein.
25 Jahre & Vorsitzwechsel zu Häns Paessens
Zum Silberjubiläum übernimmt Johannes „Häns“ Paessens den Vorsitz und prägt den Verein 26 Jahre lang. Unter ihm wächst die Mitgliederzahl deutlich, das Angebot wird vielfältiger.
Sein Stil: ansprechbar sein, anpacken, Projekte möglich machen – genau das, was einen Dorfverein stark macht.
Start des DJK-Ferienlagers
Das Lager beginnt als mutiges Projekt und wird zur Tradition. Drei Wochen Sport, Spiel und Gemeinschaft – für viele Kids der Höhepunkt des Jahres.
Bis heute formt das Lager Generationen: Ehemalige Teilnehmende kehren als Betreuende zurück und halten die Kultur lebendig.
Vereinsbau & Struktur (1980er–1990er)
Neubau des Sporthauses in Eigenleistung
Mit viel Eigenarbeit entsteht das Herzstück am Platz – Umkleiden, Treffpunkt, kurze Wege. Finanziert im Schulterschluss mit der Stadt, umgesetzt von Ehrenamtlichen.
Das Sporthaus bündelt Sport und Geselligkeit – und stärkt die Identität des Vereins für Jahrzehnte.
Turnabteilung als Aushängeschild
Bei Gau- und DJK-Wettkämpfen sammeln Twistedener Turnerinnen und Turner Titel und Podestplätze. Das spricht sich rum – sportlich wie organisatorisch.
Der Erfolg befeuert die Hallenbelegung und motiviert Nachwuchs wie Trainerteam gleichermaßen.
„Kickeriki“ – Start der Vereinszeitschrift
Am 30.08.1991 erscheint die erste „Kickeriki“. Ins Leben gerufen wurde sie von Wilfried van Bühren – als Stimme der DJK rund um Heimspiele der 1. Seniorenmannschaft.
Seit der ersten Ausgabe informiert die „Kickeriki“ über das aktuelle Fußballgeschehen der DJK und über das Vereinsleben. Damit ist sie Chronik, Service und Schmökermaterial in einem.
Aufstieg in die Bezirksliga
Im Relegationsduell gegen Concordia Goch gelingt ein 5:1-Sieg vor großer Kulisse. Ein Gänsehautmoment für Dorf und Verein.
Die Erste zeigt damit: Mit Kontinuität, Jugend und Zusammenhalt ist in Twisteden einiges drin.
50-jähriges Vereinsjubiläum
Vom 03.–19. Juni feiert die DJK eine große Sportwoche mit Festmesse, Umzug und Abschluss im Plantaria-Park. Alle Abteilungen zeigen Flagge.
Die Jugendabteilung – seit 1979 eigenständig – begeht ihr 20-jähriges. Ein starkes Zeichen für Nachwuchsarbeit und Vereinsbreite.
2000–2008: Projekte, Abteilungen, Erfolge
Homepage, Gaugruppen-Meisterschaften & Stadtmeister
Die Vereins-Homepage geht online und macht Kommunikation schneller. Die Turnabteilung glänzt bei Meisterschaften (u. a. Diözesanmeisterin Ilaria Abatianni), die Erste wird erneut Stadtmeister.
Vorplatz am Sporthaus? In Eigenleistung gepflastert – passt zum DJK-Stil: anpacken statt abwarten.
Bundesverdienstkreuz & 1000+ Mitglieder
Für sein Engagement erhält Häns Paessens das Bundesverdienstkreuz. Gleichzeitig überschreitet der Verein die Marke von 1000 Mitgliedern – ein starkes Signal für Breite und Attraktivität.
Das Ehrenamt bleibt die treibende Kraft – sichtbar in jeder Abteilung, an jedem Platz und bei jedem Fest.
Winnetou am Sonnenhügel – vereinseigene Festspiele
Mit großem Einsatz starten die vereinseigenen Karl May Festspiele am Sonnenhügel. Die Winnetou-Aufführungen verbinden Theater, Musik und Vereinslogistik – alles „made in DJK“.
Die Festspiele werden zum Publikumsmagneten und zeigen, wie viel Kultur ein Sportverein stemmen kann. Ein Stück Dorfidentität auf der Bühne.
Trainingsgelände mit Flutlicht & „RP-Mannschaft des Jahres“
Nach langem Vorlauf wird gebaut – Leitungen, Zäune, Ballfang, vieles in Eigenarbeit. Parallel gelingt der 1. Herren der Bezirksliga-Aufstieg und die Ehrung zur „Mannschaft des Jahres“.
Die U17-Mädchen krönen das Jahr mit dem Diözesantitel in Everswinkel – Mädels, stark gemacht!
Freilichtbühne & 35 Jahre Frauengruppe
Am Sonnenhügel entsteht eine Freilichtbühne samt Grünanlage – Ort für Kultur und Gemeinschaft. Die Frauengruppe feiert 35-jähriges, die Turnabteilung sammelt Podestplätze.
Sport und Dorfleben greifen ineinander – das merkt man auf jedem Fest und bei jeder Vorführung.
Erster Dorfcup & gesegnetes Trainingsgelände
Der Dorfcup feiert Premiere und wird zum Evergreen. Das Trainingsgelände wird offiziell eingesegnet – mit viel Dank an alle, die angepackt haben.
Das Ferienlager findet zum 30. Mal statt; Holger van Elten leitet es zum 20. Mal – Konstanz, auf die man bauen kann.
Leistungsturn-Triumphe, D-Jugend & neuer Vorsitz
Die Leistungsturnerinnen dominieren (11 Siege in 14 Altersklassen), die D-Jugend steigt in die Leistungsklasse auf. Fußballschule Klaus Fischer macht Station.
Johannes Kleuskens wird 1. Vorsitzender und prägt fortan die Projektarbeit (Plätze, Kunstrasen, Tribüne).
Nordic-Walking-Gruppe gegründet
Mit eigener Gruppe öffnet sich die DJK noch stärker für Breitensport. Ein niedrigschwelliger Einstieg mit viel Gemeinschaft.
Parallel feiert das Leistungsturnen „30 Jahre Rudi Koppers“ – seltene Konstanz an der Spitze einer Abteilung.
Radsport-Abteilung & Hallen-Upgrade
Die Rennrad/MTB-Abteilung startet; Trainingszeiten sind mittwochs und sonntags, dazu Events wie RTF/CTF und 24-h Nürburgring. Sichtbares Aushängeschild in Schwarz-Weiß.
Die Turnhalle bekommt neue Fenster und eine massive Prallschutzwand – Sicherheit und Licht verbessern das Training deutlich.
2011–2024: Kunstrasen, Tribüne, Modernisierung
A-Jugend Meister – Damen kooperieren („TwiLü“)
Die A-Jugend wird 2012/13 Meister der Leistungsklasse – Ergebnis langer, sauberer Nachwuchsarbeit. Viele bleiben dem Verein treu.
Im Damenbereich läuft vorübergehend die Kooperation mit dem SV Lüllingen („TwiLü“) – sportlich sinnvoll, organisatorisch stabilisierend.
Tischtennis wiederbelebt – kurzzeitig
Die Tischtennisabteilung wird reaktiviert, hat aber nur kurzen Bestand und wird wieder aufgelöst. Trotzdem: Das Interesse zeigt, dass Hallensport gefragt bleibt.
Solche Wellen gehören zu lebendigen Vereinen – man probiert, bewertet und richtet das Angebot neu aus.
Kunstrasen angestoßen & Sammelsticker-Album
Auf der JHV wird das Kunstrasenprojekt offiziell vorgestellt – Finanzierung, Umsetzung, Zeitplan. Parallel startet das Vereins-Sammelalbum mit „nah & gut“ Zaykowski (ab 15.10.).
Das Sammelfieber packt das ganze Dorf: Vom Bambini bis Alte Herren wird getauscht – Identifikation pur.
Kunstrasen realisiert & Start der DJK-Fußballschule
Nach Bewilligung wird gebaut: ~3800 m³ Erde raus, ~2500 m³ Kies und ~1300 m³ Kalksteinschotter rein – ein Kraftakt mit viel Eigenleistung. Der Platz wird zum Ganzjahres-Gamechanger.
Die vereinseigene Fußballschule – ins Leben gerufen von Guido Endress – startet als dreitägiges Format mit Training, Spaß und Teamgeist. Sie wird schnell ein fester Baustein im Vereinskalender.
DJK – Rot-Weiss Essen 0:5 (2. Runde)
Großer Abend vor starker Kulisse: Regionalligist RWE ist sportlich eine Nummer zu groß, aber die DJK hält leidenschaftlich dagegen. Die „Twester Ultras“ peitschen 90 Minuten an.
Für Team und Dorf bleibt’s ein Meilenstein: volle Ränge, starke Bilder, viel Stolz – so schreibt man Vereinsgeschichte.
Aufstieg in die Bezirksliga
Die Erste belohnt eine starke Saison mit dem Sprung nach oben. Grundlage sind eine stabile Jugendarbeit und ein Kader mit vielen Eigengewächsen.
In Rückblicken wird die Serie als „Aufstieg mit nur einer Niederlage“ herausgestellt – sportlich ein echtes Pfund.
Ehrenamtsabend & Start Tribünen-Projekt
Der Verein sagt Danke: Ehrenamtsabende würdigen den Einsatz vieler Hände. Gleichzeitig startet der Umbau zwischen Stadion und Kunstrasen – Rodung, Erdwall, Planung.
Das Projekt verbessert Sicht, Atmosphäre und Treffpunkte am Platz – ein Plus für Teams und Zuschauer.
Open-Air-JHV & Start Sporthaus-Sanierung
Corona bremst vieles aus; die JHV findet kurzerhand „open air“ auf der neuen Tribüne statt. Parallel beginnt die Sanierung von Umkleiden, Duschen und Sanitär – Material von der Stadt, Arbeit vom Verein.
Auch in schwierigen Zeiten bleibt die DJK handlungsfähig – pragmatisch, zupackend, gemeinschaftlich.
Neue Tribüne & Umfeld fertiggestellt
Zwischen Stadion und Kunstrasen entsteht eine moderne Tribüne – unterstützt von Stadtwerken, lokalen Firmen und vielen Ehrenamtlichen. Bepflanzung und Rollrasen binden alles harmonisch ein.
Die Anlage gewinnt an Qualität und Charme – bessere Sicht, bessere Stimmung, besseres Miteinander am Spieltag.
Sprunggrube neu eingefasst & Ferienmaßnahme „vor Ort“
Die Leichtathletik bekommt ein Update: neue Einfassung der Sprunggrube (Material Stadtwerke, Ausführung DJK). Parallel organisiert das Lagerteam eine Ferienmaßnahme im Ort.
So bleibt Bewegung im Programm – auch wenn Reisen und Spielbetrieb zeitweise eingeschränkt sind.
Sanierung abgeschlossen & Staffelstab
Das modernisierte Sporthaus ist fertig – funktional, hell, zukunftstauglich. Johannes Kleuskens übergibt den Vorsitz an Steffen Kaenders.
Die Turnabteilung richtet Vereinsmeisterschaften aus – bestes Beispiel für Breite und Kontinuität im Verein.
Damen steigen auf – U12-Leichtathletik startet
Die Damenmannschaft schafft den Aufstieg in die Bezirksliga – ein dickes Ausrufezeichen. Ehrenamtsfeier und Erste-Hilfe-Kurs zeigen: Das Drumherum stimmt auch.
Mit der neuen Leichtathletik-Gruppe für Kinder U12 wird das Spektrum erweitert. Funino wird für 2024 vorbereitet – kindgerechter Fußball im Fokus.
75-jähriges Jubiläum – stark in Breite & Herz
Mit über 1100 Mitgliedern, sieben aktiven Abteilungen und einer modernisierten Anlage feiert die DJK groß Geburtstag. Festwoche, Gottesdienst, Ehrungen – und viele Begegnungen, die bleiben.
Kunstrasen, Tribüne und Sporthaus bilden ein starkes Fundament – für Fußball, Turnen, Radsport, Wandern und mehr.
Fußball – Auf-/Abstiege & Eckpunkte
1. Herren – von Abstieg zu erneuter Bezirksliga
2001 Abstieg aus der Bezirksliga, 2003 Wiederaufstieg samt Ehrung „RP-Mannschaft des Jahres“. 2005 erneuter Abstieg, 2008 runter in die Kreisliga A, 2013 wieder rauf in die A und 2017 hoch in die Bezirksliga.
Die Kurve zeigt: Rückschläge werden genutzt, um Strukturen zu schärfen – Jugendschiene, Trainerteam, Vereinsarbeit.
Zweite Mannschaft – Basis und Bühne
2007 Abstieg in die C, 2012 Aufstieg in die B. Trotz Schwankungen bleibt die „Zweite“ unverzichtbar: Spielpraxis, Anschluss, Entwicklung.
Sie hält den internen Wettbewerb lebendig und bildet die Brücke zwischen Jugend, Dritter und Erster Mannschaft.
Damen – mehrfach Bezirksliga
2009 Aufstieg, 2013 Abstieg, 2015 wieder Aufstieg, 2016 Abstieg und 2023 erneut rauf. Der Bereich entwickelt sich stetig und verankert den Frauenfußball im Verein.
Jede Saison bringt neue Erfahrungen – sportlich wie organisatorisch.
Pokalmomente
DJK – Rot-Weiss Essen 0:5 (2. Runde)
Großer Abend vor starker Kulisse: Regionalligist RWE ist sportlich eine Nummer zu groß, aber die DJK hält leidenschaftlich dagegen. Die „Twester Ultras“ peitschen 90 Minuten an.
Für Team und Dorf bleibt’s ein Meilenstein: volle Ränge, starke Bilder, viel Stolz – so schreibt man Vereinsgeschichte.
Projekte & Aktionen
Vereins-Sammelsticker-Album
Gemeinsam mit „nah & gut“ Zaykowski startet die Sammelaktion – vom Bambini bis Leistungsturnen, alle werden zu Stickerstars. Schnell greift im Dorf das Tauschfieber um sich.
Die Aktion schweißt die Abteilungen zusammen und schafft bleibende Erinnerungen – gerade bei den jüngsten Mitgliedern.